Wie geht Zusammenleben?

Mit Filmausschnitten, Kahoot, Gesprächsrunden und einem Rollenspiel kamen Ksenia und Luise am 13.Oktober 2026 in die BbS ABi in Bitterfeld. Denn alles das gehört zum historischen Diversity-Planspiel „Convivencia in Córdoba“. Sie treffen auf 17 Schüler der BCL.26-B, zukünftige Chemielaboranten. Mit viel Spaß und Leidenschaft schlüpfen diese in ihre Rollen als Bürger von Córdoba im 10. Jahrhundert. Und so hört man Richard sagen: „Ich bin Luna! Ich bin eine Frau und 23 Jahre und…“ Er schaut auf seine Rollenkarte: „ Ich bin eine Bedienstete!“ Genauso ist es: Junge Frauen spielen Söhne und Väter; junge Männer Töchter und Mütter. Yumiko wiederum ist Leibarzt des Kalifen und ein Familienvater. Erst trifft man sich in vier Familien und tauscht Meinungen aus, auch was Sprache und Religionen betrifft. Denn in Córdoba leben Muslime, Christen und Juden damals friedlich zusammen. Danach geht es in neuen Gruppen um die Suche nach gemeinsamen Interessen. Plötzlich ertönt ein lauter Paukenschlag. Auf dem Marktplatz wird ein Schild aufgehängt: „Hier darf nur arabisch gesprochen werden!“ Jetzt gilt es, sich zu positionieren. In drei Gruppen werden Vorschläge für ein gemeinsames Zusammenleben in Córdoba gesammelt. Es wird gestritten und gelacht und am Ende einigen sich alle Bürger, also die Schüler, auf drei Vorschläge zum Zusammenleben und das, obwohl man vorher ganz anderer Meinung war. Jeder gibt ein bisschen nach, sucht nach einem Kompromiss. Am Ende wird Alina sagen: Das Spiel war gut, um andere Meinungen zu verstehen. Und Vanesa: Es ist wichtig, respektvoll miteinander umzugehen. Übrigens: das Rollentauschen ist eine prima Methode, sich auf andere Menschen und Meinungen einzulassen. Ein wunderbarer Projekttag – so das Fazit der Referentinnen Ksenia und Luisa und auch der Chemielaboranten.
Herzlichen Dank an die Projektorganisatoren Ksenia und Luise, die das Projekt im Rahmen des IQ Netzwerkes Sachsen-Anhalt durchführten. Entwickelt wurde das Planspiel von „LIFE Bildung Umwelt Chancengleichheit Berlin“.

L.Dietsch






Wir lesen vor! Du auch? Ein Besuch in der Bibliothek Bitterfeld-Wolfen

Was bietet eine Bibliothek und wie ermutigt man Kinder und Jugendliche eine solche zu nutzen? Wie findet man eigentlich ein gutes Kinderbuch? Was ist ein Kamishibai und was bedeutet „lebendiges Vorlesen“? Um diesen Fragen auf die Spur zu gehen, traten wir am 22. September ein in die Welt der Bücher und Medien. Nach einer Einführung durch Frau Dippold von der Bibliothek Bitterfeld-Wolfen erfuhren wir an verschiedenen Stationen, was Kinder bei einem Bibliotheksbesuch erleben, wie „gute“ Bücher gefunden und mit einem Kamishibai vermittelt werden können. Wir unternahmen erste Programmierversuche mit den Beebots und wetteiferten beim Quizzen mit der Actionbound-App. Und nicht zuletzt konnten wir ganz konkrete Büchervorschläge für den Bundesweiten Vorlesetages einholen. Nun kann es mit der Vorbereitung losgehen. Und wenn ihr am 12. und 13. November fröhliche Kinderstimmen im Schulhaus hört, dann ist es wieder so weit: Wir lesen vor! Warum nicht auch ihr? Wir bedanken uns an dieser Stelle herzlich bei Frau Dippold und Frau Ackermann von der Bibliothek-Wolfen, die uns diese Begegnung mit der Welt der Bücher und Medien ermöglichten.

BERZ.25 und Bettina Clayton





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