Sport frei für die BFOT.25

„36 Grad und es wird noch heißer“ – unter diesem Motto stand unser Sporttag (BFOT.25 – Fachoberschüler Technik, 1.Lehrjahr) ) am 25.Juni 2026 im Bootshaus des WSC Friedersdorf, den Frau Posniak mit vollem Einsatz vorbereitet und durchgeführt hat. Gemeinsam mit unserer Klassenlehrerin Frau Aleithe-Steinig starteten wir mit einer Paddelrunde im Drachenboot auf dem Muldestausee. Dabei zeigte sich schnell, dass wir als Team gut zusammenarbeiten. Nach „Are you ready – attention – go!“, paddelten wir im Gleichschlag bis zur Ziellinie. Anschließend war erst einmal Abkühlung angesagt: eine Runde Schwimmen. Carl absolvierte dabei direkt den Leistungswert für 400 m Ausdauerschwimmen für das Deutsche Sportabzeichen. Paul und Marie stellten währenddessen ihr Können beim Bogenschießen unter Beweis. Als Nächstes standen Standweitsprung, Medizinballwerfen und der 100-m-Sprint auf dem Programm – Disziplinen für das Deutsche Sportabzeichen. Trotz der hohen Temperaturen zeigten Carl, Darius, Magnus, Collin, Abdul, Ivan, Merlin, Jannes und Anna großen Einsatz und bewiesen ihre Sportlichkeit. Zum Abschluss ging es in die Turnhalle, wo wir beim Kraftdreikampf die Hanteln „glühen“ ließen. Mit den drei besten Werten aus Bankziehen, Bankdrücken, Liegestützen und Klimmzügen sicherte sich Abdul souverän den Sieg. Währenddessen hatten Yannick und Paul bereits den Grill vorbereitet, sodass wir den Tag in gemütlicher Runde ausklingen und uns gemeinsam stärken konnten.

S. Posniak und die BFOT.25/ Fotos: D.Aleithe-Steinig







„Convivencia“ in den BbS ABi

Tapas, Jugendreisen und Urlaub, fällt den Berufskraftfahrern im 1.Lehrjahr (BKF.25-C) am 24. Juni ein, wenn sie an Spanien denken. Über das Mittelalter haben die Schüler eher weniger Vorstellungen. Und das ist ja auch kein Problem, denn Ksenia, Leandro, Juliane und Luise werden gleich drei kurze Filme zeigen zum Zusammenleben im 10. Jahrhundert in Córdoba. Die vier veranstalten mit den Schülern das historische Diversity-Planspiel „Convivencia in Córdoba“, wobei Luise diesmal Teilnehmerin ist. Nach den Filmen wird Kahoot gespielt, um das neue Wissen der Schüler spielerisch zu erfahren. In Spanien regierten vom 8. bis zum 15. Jahrhundert die Araber. Und trotzdem gab es im Emirat Córdoba und auf der gesamten Iberischen Halbinsel (al-Andalus) in dieser Zeit ein friedliches Zusammenleben („Convivencia“) zwischen hier ansässigen Juden, Christen und Muslimen. Alle durften ihre Religion ausüben und ihre Sprache sprechen. Aber plötzlich wird – im Spiel – auf dem Markt ein Schild aufgehängt: Auf dem Marktplatz darf nur noch arabisch gesprochen werden. In Gruppen aber auch in Familien eingeteilt, erhält jeder Schüler eine Rollenkarte. 17-jährige Jugendliche sind plötzlich Mütter und Töchter, Väter und Söhne oder Bedienstete. Und schon heißt es, die eigene Meinung innerhalb der Rollen vertreten, Argumente finden, für oder gegen die Anweisung und Bevorzugung des Arabischen. Welche Lösungsvorschläge findet Ihr, die allen drei Gruppen gerecht werden? Wo findet Ihr gemeinsame Interessen, einen gemeinsamen Konsens?, fragt Ksenia. Dann werden die Vorschläge gesammelt. Die Schüler einigen sich darauf, dass alle ihre Muttersprache sprechen können. Jeder aber auch arabisch lernen soll und kann in kostenfreien Sprachschulen.
Dann geht es um die Haltung der Schüler zu bestimmten Zitaten. Was sagt Ihr dazu?, fragt Leandro. Dann noch ein Positionsspiel mit Minus und Plus. „Fändest Du es gut, wenn es eine Sprache auf der Welt gäbe, die alle sprechen?“ Die Klasse ist geteilter Meinung. „Ich nehme heute für mich mit…“ – die Vollendung des Satzes ist der letzte Arbeitsauftrag an die Schüler und klar wird, einige haben Neues zur Geschichte in Spanien gelernt und auch wenn sie es nicht sagen, sie haben miteinander diskutiert, unterschiedliche Meinungen ausgetauscht und gemeinsam Lösungsvorschläge gefunden. Und das ist doch die Hauptsache, obwohl es den Schülern vielleicht nebensächlich scheint.
Herzlichen Dank an die Projektorganisatoren: Ksenia, Leandro, Juliane und Luise, die das Projekt im Rahmen des IQ Netzwerkes Sachsen-Anhalt durchführten. Entwickelt wurde das Planspiel von „LIFE Bildung Umwelt Chancengleichheit Berlin“.

L.Dietsch









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