Ein Tag voller Emotionen

Am Dienstag, den 19. Mai 2026 besuchten wir, die zukünftigen Ergotherapeuten Klasse AERG.25, das Anhaltische Hospiz in Dessau-Roßlau und überreichten eine großzügige Spende. Bei der Ankunft starteten wir direkt mit einer Vorstellungsrunde, wo schon die ersten Tränen flossen. Wir merkten schnell, der Tag heute wird sehr emotional! Schwester Anja konnte uns jedoch schnell auffangen mit ihrer aufgeschlossenen und vor allem empathischen Art. Ein Lächeln und Lachen miteinander war trotz des schweren Themas „das Sterben“ gegeben, da sie uns auch die positiven Seiten des Hospizes aufzeigen konnte. Im Vordergrund eines Hospizes stehen besonders die Gäste und ihre Wünsche. Zwei dieser Wünsche waren zum Beispiel „Der schwedische Kaffee um 4 Uhr morgens im Krankenbett auf der Terrasse“ sowie „Drei Bratwürstchen und ein Spiegelei zum Frühstück“. Nach der Vorstellungsrunde teilten wir uns nun auf und der Rundgang begann. Einblicke konnten wir in einem Gästezimmer, im Haupt-Bad sowie im „Sternenraum“ sammeln. Hierbei prägte uns am meisten der „Sternenraum“, wo wir zuerst einmal innehalten durften und danach die Möglichkeit erhielten, eine Kerze für einen wichtigen Verstorbenen anzuzünden, sowie das Angehörige auch tun. Der „Sternenraum“ wird außerdem auch „Raum der Stille“ genannt, da von außen keinerlei Geräusche nach innen dringen. Nach der Übergabe unserer Spende an das Hospiz machten wir gemeinsam ein Erinnerungsfoto, verabschiedeten uns herzlich und traten anschließend die Heimreise an. Dieser besondere Tag wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.

J.Rechenberg, F.Spindler (AERG.25)


 

Eine Reise nach La Mancha

„Eigentlich heißt das Buch im spanischen Originaltitel ‚Durst‘“, wird Maria Meinel am Ende ihrer Lesung am 16.Juni 2026 in den BbS ABi zu den Umwelttechnologen (BUK.25 und BUA.25) sagen. Aber über das Cover und den Titel eines Buches entscheidet der Vertrieb, nicht der Verlag. Als „Die Suche nach Wasser- eine Menschheitsgeschichte“ ist das Buch von Virginia Mendoza in der Übersetzung von Maria Meinel dann erschienen. Es ist die persönlich erzählte Geschichte der Autorin Virginia Mendoza aus La Mancha, einer Gegend in Spanien, in der die Dürre Gewohnheit ist, in der man ums Wasser kämpft. Denn ohne Wasser kein Leben. Über die Bedeutung des Wassers als Ressource wird es im Gespräch mit den Schülern immer wieder gehen. Die preisgekrönte Übersetzerin spricht über ihren Arbeitsprozess, die Suche nach den richtigen Worten. In vielen wissenschaftlichen Bereichen musste sie sich belesen. Schließlich ist es ein Sachbuch, das fünf Wissenschaften direkt streift. „Das kann die KI noch nicht. Tatsächlich immer die korrekten Begriffe finden“, sagt Maria Meinel und führt Beispiele an. Und doch ist es die KI, die ihren Job massiv bedroht. Verlage setzen bei Übersetzungen immer mehr auf KI. „Dabei ist die KI ressourcenfeindlich. Denn sie verbraucht viel Energie und Wasser. Ein Chatbot trinkt für gestellte zehn Fragen ein Liter Wasser. Doch man kann auch als Einzelner etwas tun, um die Welt zu schonen“, sagt Meinel im Gespräch mit den Schülern. Und damit meint sie nicht nur den Umgang mit Wasser. Und vielleicht hat sie damit auch den Umwelttechnologen eine Tür geöffnet – eine Tür, die für viele geschlossen scheint: die Tür für Engagement und Handlungsspielraum.
Herzlichen Dank an Maria Meinel für die Einblicke in ihre Arbeit und die Lesung. Danke an den Friedrich-Bödecker-Kreis in Sachsen-Anhalt e.V. und die Schulleitung, die dieses Zusammentreffen ermöglichten und finanziell förderten.

L.Dietsch




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