Exkursion ins Wasserwerk

Wir als Klasse BRL.22 (Rohrleitungsbauer) besuchten am 18. Februar 2025 mit unserer Klassenlehrerin Frau Langhof das Wasserwerk Wienrode, eines der größten Wasserwerke in Deutschland. Dabei erfuhren wir, dass bis zu 180.000 m³ Reinwasser pro Stunde aus der Rappbodetalsperre bereitgestellt werden können. Das Oberflächenwasser gelangt über einen 3,2 km langen Stollen in das Werk, wo es zuerst durch eine einstufige Flockenfiltration mit Aluminiumsulfat und anschließend durch 48 Filterbecken mit Quarzkies gereinigt wird. Zusätzlich wird Chlor zur Desinfektion sowie CO₂ und Kalkwasser zur Erhöhung der Wasserhärte zugegeben. Besonders beeindruckend war für uns, wie aufwendig das Wasser aufbereitet wird, damit es gesundheitlich unbedenklich, geschmacklich einwandfrei, farblos, geruchlos und kühl bleibt. Wir erfuhren zudem interessante Fakten: Jeder Mensch verbraucht täglich etwa 126–130 Liter Trinkwasser, das übrigens 50mal günstiger als Mineralwasser ist. Erstaunlich war für uns auch, dass allein zur Herstellung einer Baumwolljeans 7.000–10.000 Liter Wasser benötigt werden und für eine Tasse Kaffee 132 Liter. Der Besuch war sehr lehrreich, und zeigte uns, wie aufwendig die Wasserversorgung sichergestellt wird. Wir empfehlen die Exkursion weiter und bedanken uns bei den Kollegen vom Wasserwerk Wienrode und bei Herrn Gawantka für die interessante Führung.

Eure BRL.22


Besuch im Hygienemuseum

Der „Odol – König“, so wurde Karl August Lingner, der Begründer des Hygienemuseums in Dresden genannt. Dass es im Museum nicht nur um die vorbeugende Krankheitsbekämpfung geht, davon konnte sich die BKOS.23 (Kosmetikerinnen) mit ihrer Klassenlehrerin Frau Mergner-Lehmann am 19. Februar 2025 überzeugen. Vom Schutz des ungeborenen Lebens über die Geburt eines Kindes, die Gesunderhaltung des Körpers, dem Erkennen und Behandeln von Krankheiten bis zu Bestattungsritualen wurden alle Aspekte des menschlichen Lebens – geschützt durch das Grundgesetz – beleuchtet. Die Schülerinnen hatten sich im Vorfeld ein Thema ausgesucht, worüber sie sich im Museum besonders informieren wollten und welches sie dann paarweise in der kommenden Woche im Unterricht für Alle vorstellen werden. Die Auswahl war groß: So haben sich die künftigen Kosmetikerinnen Themen wie „Hautkrankheiten“ und „Ernährungsformen und die Folgen von Fehlernährung“ herausgesucht. Aber auch Themen wie „Sexualität“ , „Geschlechtskrankheiten“ und „psychische Erkrankungen“ interessieren die Schülerinnen und wurden diskutiert. Die Themen sind im Museum nicht nur durch Schautafeln illustriert, sondern auch mit Videos unterlegt. So werden die Veränderungen im Wandel der letzten 100 Jahre sichtbar und sind ästhetisch, anschaulich und gut verständlich. Besonders gern wurden die Möglichkeiten, sich selbst auszuprobieren, genutzt. So zum Beispiel beim Balancieren, aber auch der Hörtest und die verschiedenen Reaktionstest wurden probiert. Besonders beeindruckend fanden die Schülerinnen die Möglichkeiten, mit Hilfe von aufsetzbaren Brillen, Kopfhörern und Armbändern verschiedene Krankheiten, körperlichen Beeinträchtigungen oder schlichtweg den Alterungsprozess nach zu empfinden. Das war teilweise sehr verstörend und alle waren froh, die Tests wieder zu beenden, stimmten diese sie doch sehr nachdenklich. Bei schönstem Sonnenschein war der anschließende Bummel durch die beeindruckende Altstadt von Dresden und die Besichtigung der Frauenkirche ein krönender Abschluss des Tages. Es war ein schöner (Schul-)Tag!

Rica Mergner-Lehmann




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